Mit ursprünglich 20 geplanten Teilnehmern fand die Juni-Ausgabe des Karlsruher DWZ Opens heute schließlich mit 22 Schachfreunden statt. Gespielt wurde diesmal in vier nach DWZ eingeteilten Gruppen, sodass jeder Teilnehmer spannende und möglichst ausgeglichene Partien absolvieren konnte.
In der höchsten Gruppe setzte sich der Setzranglistenerste Denis Fritz souverän durch. Mit drei Siegen aus drei Partien ließ er der Konkurrenz keine Chance und sicherte sich verdient den Gruppensieg. Dahinter belegten die beiden „Wiederholungstäter“ Matias Steiner und Oliver Maletic mit jeweils zwei Punkten die Plätze zwei und drei.
Die grüne Gruppe gewann Peter Thome. Dabei sah es in der entscheidenden letzten Runde gegen den bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Jaemu Park lange Zeit nicht gut für ihn aus. Mit einem Turm weniger schien Peter bereits auf der Verliererstraße zu sein. Doch eine taktische Meisterleistung wendete das Blatt: Er gewann Turm und Figur zurück und entschied damit nicht nur die Partie, sondern auch die Gruppe für sich. Den dritten Platz sicherte sich mit ebenfalls zwei Punkten Simon Kossert, der in der ersten Runde gegen Jaemu Park in einem Damenendspiel noch das Nachsehen hatte.
In der blauen Gruppe triumphierte Turnierneuling Mahesh Babu Chadalawada. Über die KIT-Hochschulschachgruppe wurde er auf das Karlsruher DWZ Open aufmerksam und entschied sich kurzfristig zur Teilnahme. Sein Debüt hätte kaum erfolgreicher verlaufen können: Mit drei Siegen aus drei Partien gewann er auf Anhieb die Gruppe. Den zweiten Platz teilten sich Luca Bopp und Chokshith Haviraj.
Auch die orange Gruppe wurde von einem Spieler mit makelloser Bilanz gewonnen. Arjun Balaji gewann alle drei Partien und sicherte sich damit den ersten Platz. Besonders erfreulich war, dass auch in den hinteren Gruppen viele lange und hart umkämpfte Partien gespielt wurden. Das zeigt, dass spannendes Schach nicht von der DWZ abhängt, sondern von der Leidenschaft der Spieler am Brett.
Wer sich über die Gruppennamen wundert, findet die Erklärung in einer Neuerung des Turniers: Es gibt neue Brettnummern. Damit die verschiedenen Turniergruppen leichter voneinander unterschieden werden können, wurden ihnen unterschiedliche Farben zugeordnet. So entstanden die Gruppen Gelb, Grün, Blau und Orange.










